Das Buch ist nicht genug. Für manche Inhalte zumindest lassen sich neue Universen – über Medien, Formate und Zielgruppen hinweg – erschließen, die dennoch auf Buch-Inhalten basieren. Nicht nur Spiele, auch Edutainment, Merchandizing, Unterhaltung unterschiedlichster Form schöpft aus Inhalten, die innig mit Autoren und Büchern verbunden sind.

Doch das Publikum für diese Kreationen ist häufig ein ganz anderes als die den Verlagen und ihren Teams vertrauten Leser. Das kann zu erheblichen kulturellen Clashes führen, eröffnet aber auch große Möglichkeiten, neue Kundenkreise zu erschließen.

International, aber auch in Deutschland, erkunden Verlage in diesem Bereich erfolgreich neue Wege. Aber auch umgekehrt gilt es, im Kernbereich des traditionellen Verlagsgeschäfts, die Arbeitsbeziehung zwischen Autoren und Verlagen neu zu betrachten: Wie kann diese selten einfache Symbiose lebendig bleiben, wenn die Zugänge, wie auch die Interessen von Autoren wie Verlagen, sich immer weiter ausdifferenzieren, mit neuen digitalen Optionen, aber auch vor dem Hintergrund überwiegend rückläufiger Erlöse bei Print?

Die Beiträge versammeln Erfahrungsberichte aus einem global führenden Konzernverlag wie auch einem relativ kleinen Verlag, die Erlebniskurve eines ehemaligen Buchhändlers zu den neuen Weltbühnen der Popkultur, aber auch ein Gespräch zwischen erfahrenen Lektoren, Agenten und Autoren, mit jeweils besonders vielfältigem professionellen Hintergrund über bestehende Praktiken, neue Möglichkeiten, wie auch Herausforderungen.